Aktuell im Klinikum

27.11.2017, Stuttgart

Umsetzung von Brandschutz und Sicherheitsmaßnahmen im Klinikum Stuttgart

Aktuelle Medienberichte zitieren Einschätzungen, nach denen in Teilen des Klinikums „unerledigte Sicherheitsmängel“ und „nicht umgesetzte Brandschutzmaßnahmen, ohne deren Beseitigung ein sicherer Weiterbetrieb nicht möglich“ sei, vorliegen. Richtig ist, dass bereits im Jahr 2009 vom Baurechtsamt klare Kritikpunkte und sicherheitsrelevante Mängel benannt wurden. 2015 wurde vom Baurechtsamt die fehlende Beseitigung der Mängel moniert. Im Rahmen des persönlichen Vorstellungsbesuches der seit April 2017 amtierenden neuen Geschäftsführer des Klinikums Stuttgart im Baurechtsamt wurde die in der Vergangenheit sehr unbefriedigende Erledigung der Mängel betont. Im Juli 2017 wurden die Schwachpunkte schriftlich übermittelt.
 
In Reaktion auf die sehr ernstzunehmende Kritik wurde mit dem seit Juli 2017 tätigen Chefkoordinator Bau des Klinikums Stuttgart ein externes Sachverständigenbüro zur zügigen Ausarbeitung eines Sicherheitskonzeptes in Abstimmung mit dem Baurechtsamt beauftragt. Wesentliche Kritikpunkte, beispielsweise die Überprüfung der Lüftungsanlagen, sind bereits adressiert. Evakuierungssimulationen wurden beschlossen und Schulungskonzepte für Mitarbeiter beauftragt. Für Außenstandorte mit kritischen Rettungswegen wurde die vorzeitige Aufgabe und Verlagerung in Interimsflächen in 2018 als Reaktion auf die Hinweise des Baurechtsamtes von der neuen Geschäftsführung beschlossen.
 
Eine Bewertung der weiteren vorliegenden Bau- und Sanierungspläne insbesondere für die Häuser A/B und E am Standort Katharinenhospital wird gegenwärtig auch vor dem Hintergrund der nachhaltigen Erfüllung hoher Sicherheitsauflagen erstellt. Eine Erörterung in den zuständigen Gremien ist hierfür planmäßig im Dezember 2017 vorgesehen.
 
Grundsätzlich gilt, dass viele infrastrukturelle Defizite, beispielsweise beschränkte Fluchtwege, durch Maßnahmen des organisatorischen Brandschutzes kompensiert werden können. Dazu gehören die vom Klinikum aufgegriffenen Maßnahmen einer intensiven Schulung des Personals, eine Optimierung der Alarmierungswege und eine ausreichend hohe Personalausstattung. Durch diese Maßnahmen ist auch weiterhin ein sicherer Klinikbetrieb gewährleistet.