Aktuell im Klinikum

16.01.2017, Stuttgart

Desinfektion der Intensivstation im Krankenhaus Bad Cannstatt gestartet

Patienten wurden verlegt oder entlassen

Nachdem in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt die letzten vier Patienten von der Intensivstation des Krankenhauses Bad Cannstatt am vergangenen Freitag (12.01.2017) verlegt bzw. entlassen werden konnten, ist die Desinfektion der Station gestartet.

Einer der mit dem  hochresistenten „Acinetobacter baumannii“ der Gruppe der sogenannten 4MRGN-Erreger noch besiedelten Patienten konnte in eine Reha-Einrichtung verlegt werden. Ein ebenfalls mit dem Keim besiedelter Patient wurde innerhalb des Klinikums zur Weiterversorgung in einen isolierten Bereich verlegt, bis die Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung möglich ist. Ein weiterer Patient, der vor der Entlassung jetzt negativ getestet war, wurde nach Hause entlassen. Der vierte, nicht mit dem Keim besiedelte aber bislang intensivpflichtige Patient, konnte zur Weiterbehandlung der Grunderkrankung auf eine Normalstation im Klinikum Stuttgart in ein isoliertes Zimmer verlegt werden. Dort werden zur Sicherheit nochmals Abstriche durchgeführt, bevor der Patient freigegeben wird.  

Nach Absprache mit dem Gesundheitsamt startete die Desinfektion der Intensivstation am Freitag zunächst mit einer doppelten Wischdesinfektion, am Samstag folgte dann eine Raumsprühdesinfektion. Im nächsten Schritt wurden am Sonntag zur Kontrolle umfängliche mikrobiologische Beprobungen vom Institut für Krankenhaushygiene des Klinikums Stuttgart vorgenommen. Die Untersuchungsergebnisse der aus den Proben angelegten Kulturen werden für kommenden Donnerstag (19.01.2017) erwartet und mit dem Gesundheitsamt besprochen. Abhängig von dem Ergebnis werden falls erforderlich weitere Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt.

Vor Wiederinbetriebnahme der Intensivstation erfolgt vor Ort eine externe Begutachtung des Ausbruchsmanagements, der örtlichen Gegebenheiten und der aktuellen Befunde zur Hygiene durch Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Exner, Direktor des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit des Universitätsklinikums Bonn und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V., gemeinsam mit dem Institut für Krankenhaushygiene des Klinikums Stuttgart und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Intensivstation.