Aktuell im Klinikum

09.01.2017, Stuttgart

Hochresistenter Keim bei Intensivpatienten im Krankenhaus Bad Cannstatt

Hygiene- und Schutzmaßnahmen laufen weiter

Nachdem auf der Intensivstation des Krankenhaus Bad Cannstatt bei fünf Patienten ein hochresistenter Keim nachgewiesen wurde, laufen die erforderlichen Hygiene- und Schutzmaßnahmen weiter. Bei dem Bakterium handelt es sich um den hochresistenten „Acinetobacter baumannii“ der Gruppe der sogenannten 4MRGN-Erreger, ein Krankenhauskeim, der auf die meisten verfügbaren Antibiotika nicht anspricht.
 
Zwischenzeitlich ist bedauerlicherweise einer dieser Patienten auf der Intensivstation verstorben, die Todesursache steht eindeutig nicht in Zusammenhang mit dem Keim. Ein weiterer Patient konnte auf die Normalstation in ein isoliertes Zimmer verlegt werden, da das Antibiogramm, das auf den Nachweis des Keims folgt, ergeben hat, dass es sich bei ihm um den „Acinetobacter baumannii“ der Gruppe der 3MRGN-Erreger mit weitaus schwächerer Resistenzlage handelt, der auf mehrere Antibiotika anspricht.

Die Patienten werden weiterhin unter besonders strengen Hygienevorschriften von einem qualifizierten Pflegeteam versorgt und regelmäßig auf das Bakterium untersucht. Die Intensivstation bleibt nach wie vor für weitere Aufnahmen geschlossen. Hygienefachkräfte des Instituts für Krankenhaushygiene im Klinikum Stuttgart sind täglich vor Ort. Der Zustand der drei noch mit dem hochresistenten Keim besiedelten Patienten ist stabil. Die Patienten sind nur mit dem Keim besiedelt, Symptome zeigen sie nicht.